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Es gibt mehrere Arten von Stauwerken, diese sind hier näher erläutert. Bei der Angabe zur Höhe der Stauwerke beziehe ich mich immer auf
die Höhe zur Gründungsohle. Es gibt noch die Höhe zur Talsohle, also den sichtbaren Bereich des Stauwerks, aber das Bauwerk hat ähnlich einem Haus wie die Grundplatte eine Gründung und die gehört mit
zum Stauwerk, auch wenn es nicht sichtbar ist.
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Gewichtsstaumauer
Die Gewichtsstaumauer ist eine der meistgebräuchlichsten Stauwerke, welche in der Vergangenheit, aber auch gegenwärtig eingesetzt werden. Sie besitzt im Prinzip einen
dreieckigen Querschnitt mit einem üblichen Verhältnis von Mauerdicke am Fuß zur Höhe von 2:3. Der Name kommt daher, weil das Eigengewicht der Mauer das Wasser abhält. Es gibt hier auch
verschiedene Varianten, die gerade Gewichtsmauer(Talsperre Lehnmühle), hier wirkt die Kraft des Wasser senkrecht auf die Mauer und wird an den Boden weitergeleitet. Oft kommen auch die gekrümmten Mauern (Talsperre Hohenwarte) zum Einsatz. Der Vorteil liegt in der Verteilung der Kräfte. Dabei wird die senkrecht
auf die Mauer wirkende Kraft auch an die Talflanken abgeleitet. Früher wurden die Gewichtsstaumauern aus Bruchsteinen (Talsperre Sosa) errichtet. Heutzutage kommt dafür Spezialbeton
zum Einsatz, welche als große Blöcke gegossen und dann aneinander gesetzt werden, diese sind etwa 10m - 20m breit.
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Bogenstaumauer
Diese Mauer wird aus Beton hergestellt und erreicht bei weitem nicht die Masse und Stärke einer Gewichtsstaumauer , aber das muss sie auch nicht. Hier macht man sich die Kraftwirkungen zunutze. Die auf
die Mauer wirkende Kraft wird sowohl in vertikaler, als auch in horizontaler Richtung an die Talflanken und dem Boden abgegeben. Bildlich muss man
sich einen aufgeschnittenen Ball vorstellen, welcher in das Tal eingeklemmt wird. In Deutschland kam dieser Typ aber eher selten zum Einsatz. In der
Schweiz dagegen, wird diese Version sehr häufig genutzt. Dazu benötigt man einen stabilen Untergrund und felsige Talflanken, sowie ein sehr enges
Tal. Möglich ist auch eine Kombination aus Gewichts- und Bogenstaumauer (Okertalsperre). Die Standfestigkeit wird teilweise durch die
Kraftübertragung auf die Talflanken, als auch durch das Eigengewicht erreicht. Hierbei unterscheidet man 3 Varianten, den Zylindertyp, Gleichwinkeltyp und Kuppeltyp.
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Staudamm
Das ist eines der häufigsten eingesetzten Stauwerke, wenn man breitere Talabschnitte hat. Außerdem ist ein Damm viel breiter, als hoch, wogegen die Staumauern eher hoch als breit sind. Staudämme kommen
dort zum Einsatz, wo aufgrund der geografischen Verhältnisse (kein felsiger Untergrund) eine Staumauer nicht in Frage kommt. Ein Staudamm besteht aus dem sog. Stützkörper und einer
Dichtung. Hinsichtlich des Stützkörpers unterscheidet man den Erdschüttdamm und den Steinschüttdamm, die Namen sind selbsterklärend. Als Dichtungen kommen Beton, Lehm, oder
Stahl als Innendichtung zum Einsatz. Als Außendichtung auf der Wasserseite verwendet man Beton, oder Bitumen. Der Damm hat im Vergleich zur Staumauer ein etwa 10fach höheres
Volumen und im Vergleich zur Bogenmauer ein 20fach höheres Volumen.
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Pfeilerstaumauer
Die Pfeilerstaumauer, besteht, wie der Name schon sagt, aus Pfeilern, welche ähnlich einem Dreieck gegeneinanderstehen und
so die Kraft auf den Untergrund übertragen. Die Zwischenräume bestehen aus materialsparenden Füllstoffen, welche die Kraft wiederum an die Pfeiler übertragen. Diese Konstruktion, wurde
überhaupt nur sehr selten eingesetzt. Die Problematik besteht an der Kontaktstelle zwischen Füllmaterial und Betonpfeiler, bedingt durch die Temperaturschwankungen. In Deutschland hat zum
Beispiel die Oleftalsperre eine Pfeilerstaumauer.
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