Talsperre Muldenberg, Sachsen Beschreibung und technische Daten:
Die Talsperre liegt oberhalb des Ortes Muldenberg, die Staumauer ist
seit der Sanierung wieder begehbar. Sie wurde über mehrere Jahre saniert, wo erst das Wasser um die Hälfte abgelassen wurde, um die Staumauerkrone zu sanieren. Später wurde sie ganz leer gelassen, um
die Wasserseite zu sanieren. Dabei wurden die beiden Einflüsse jeweils mit einer Vorsperre versehen. Seit 2008 wird wieder Wasser angestaut und im Zuge des Probestaus erfolgte auch ein Überlauf über
die Hochwasserentlastungsfelder um den 10.04.2009 herum. Die Zuflüsse, die rote und weiße Mulde, sowie der Saubach bilden nach der Staumauer die Zwickauer Mulde. Die Hochwasserentlastung ist ein mittiger
Kronenüberlauf mit 18 Feldern. Die 25m hohe Staumauer ist außerdem die zweitlängste in Deutschland, länger ist lediglich die Möhnetalsperre. Alle noch längeren Stauwerke sind als Dämme ausgeführt. Im Mai
1945 wurden durch deutsche Kriegsgefangene mehrere Tonnen Munition der Wehrmacht “entsorgt”. Dabei schüttete man einfach die Munition von der Staumauer aus in den See, worauf die Munition explodierte und
ein großes Loch in die Staumauer riss. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben. Außerdem floss die Talsperre innerhalb weniger Tage komplett leer. Der Wiederaufbau dauerte anschließend von 1946 bis 1950.
Größe in Millionen m³
6,210
Länge des Stauwerks
525 m
Art des Stauwerkes
gekrümmte Gewichtsstaumauer
Stauwerk begehbar
nein
Funktionen
Trinkwassergewinnung, Hochwasserschutz
Blick über die Seefläche, zum Teil abgelassen
Ansicht der neu sanierten Staumauer
Vergleich alt-neu, bereits neu betoniert und alte Bruchsteinmauer
Blick über den komplett leer gelassenen Stauraum
wasserseitige Ansicht der Staumauer, neu angestaut März 2008
Überlauf am 10.04.2009
Staumauer wasserseitig, mit der alten Bruchsteinschicht