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Die Linachtalsperre ist eine Besonderheit in Deutschland, ja fast schon
ein Kleinod. Es ist die einzige Talsperre in Deutschland, die als Gewölbereihenstaumauer gebaut wurde, sie zählt zu den Pfeilerstaumauern. Nur die Oleftalsperre besitzt noch eine Pfeilerstaumauer, allerdings wurde dort ein anderes Konstruktionsprinzip verwendet. Für die Linachtalsperre wurden 13
halbkreisförmige Gewölbe gegossen, die schräg in Richtung Wasser im Boden stehen. Die Gewölbe sind sowohl quer als auch längs versteift. Im See, ein Stück vor der Staumauer, befindet sich ein
Hochwasserturm, der unter dem Wasser liegt, dieser kann manuell bedient, ein Hochwasser regulieren. Zusätzlich ist an der rechten Seite ein entenschnabelförmiger Entlastungsgraben, die feste
Hochwasserentlastung, diese führt über einen Graben ins Tal. Die Talsperre wurde 1922 gebaut und bis 1969 betrieben und zur Stromerzeugung genutzt. Die Stromerzeugung wurde 1969 eingestellt und
damit erlosch die Betriebserlaubnis. Aufgrund sicherheitsrelevanter Mängel wurde 1988 die Talsperre abgelassen und lag bis 2005 brach. Erst in den 90er Jahren wurde durch einen Förderverein wieder
über eine Nutzung der Talsperre zur Stromerzeugung nachgedacht. Von 2005 bis 2007 wurde sie komplett saniert und zur Stromerzeugung wieder in Betrieb genommen und hatte zuletzt sogar Vollstau erreicht.
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